21Nov20:0021:30b-heimat. Orte unserer Sehnsucht
Veranstaltungsdetails
Gallus-Geschichten Teil 3 – Junges Schauspiel »Zuhause ist der Boden, auf dem ich mich nicht darstellen oder rechtfertigen muss.« (Ensemblestimme) Gebraucht werden.
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Gallus-Geschichten Teil 3 – Junges Schauspiel
»Zuhause ist der Boden, auf dem ich mich nicht darstellen oder rechtfertigen muss.« (Ensemblestimme)
Gebraucht werden. Nützlich sein. Dazu gehören. Ein gutes Gefühl. Oder: Benutzt werden? Objekt sein? Wie wird über Arbeitsmigration und Einwanderung in Deutschland gesprochen? Welche Haltungen liegen unter der Organisation der Prozesse?Wie wirkt das auf die Möglichkeiten zur Beheimatung von Zugewanderten aus?
Mit der Bezeichnung »Anwerbung von Arbeitskräften« organisierten die Nationalsozialisten die Verschleppung von Zwangsarbeiter:innen. Nur 10 Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft werden sogenannte »Gastarbeiter:innen« für den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands angeworben. Die Regeln der Arbeitsorganisation waren und sind bis heute Regeln zum Gebrauch von Menschen. Wieviel ist ein Mensch wert?
Gibt es Gefühlserbschaften und Haltungen aus der NS-Geschichte Deutschlands, die auf neu hinzukommende Einwanderer:innen übertragen werden? Was kann und muss neu erzählt werden?
Ein intergeneratives Ensemble stellt sich dem Abenteuer des Sortierens und Neu-Erzählens und schlägt Erinnerungsbögen aus einer Vielfalt von »Gallus-Geschichten«. In den Erzählungen über die Generationen hinweg spiegeln sich alte Muster von Ausgrenzungserfahrungen, aber auch begeisternde Erfahrungen von Solidarität, kultureller Bereicherung und vielfältige Formen von Beheimatung.
Von und mit Davina Dauda, Sophie Grieger, Stefan Guintchev, Sumi Henrich, David Eliezer Kesselmann, Fatemeh Khojeh, Lenz Leuenroth, Abdulkadir Murat, Aeneva Newton, Homa Nezami, José Sanchez
Text Martina Droste und Ensemble Konzept und Regie Martina Droste Bühne und Kostüm Michaela Kratzer Komposition und Sounddesign Max Mahlert Chorische Einstudierung Christina Lutz Licht Frank Kraus Video Sophia Igel
Uraufführung am 8. März 2025 in den Kammerspielen
Das Gesamtprojekt »Gallus-Geschichten« wird im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
| Martina Droste Leiterin Junges Schauspiel Schauspiel Frankfurt Neue Mainzer Straße 17 60311 Frankfurt am Main T +49.69.212.37.588 |

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